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Kriminalitätsstatistik

Wachsende Unsicherheit – Zahl der Waffenscheine deutlich gestiegen – Kohl: Bürger fühlen sich vom Innenminister im Stich gelassen

Artikel vom: 07.08.2018

Immer mehr Bürger in Sachsen-Anhalt sehen sich durch den Staat nicht ausreichend geschützt und ergreifen daher eigene Maßnahmen. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, hat sich allein im Saalekreis die Zahl der Kleinen Waffenscheine binnen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Für den innenpolitischen Sprecher der AfD-Fraktion, Hagen Kohl, ist dies ein klares Indiz dafür, dass CDU-Innenminister Stahlknecht die Realität verkennt.

Kohl sagte heute dazu: „Die steigende Zahl an Waffenscheinen und Waffenbesitzern steht im eindeutigen Zusammenhang mit der fragilen Sicherheitslage, auch wenn Herr Stahlknecht gebetsmühlenartig das genaue Gegenteil behauptet und die Wahrnehmung unserer Bürger als Einbildung abtut. Faktisch haben Rohheitsdelikte im öffentlichen Raum, Messerstechereien und Landfriedensbruch in hohem Maße zugenommen. Hinzu kommt eine vielerorts mangelnde Polizeipräsenz. Es ist nur logisch, dass sich immer mehr Sachsen-Anhalter deshalb nicht mehr sicher fühlen. Ein Innenminister, der diese Tatsachen nicht wahrhaben will, sich nur auf eine insgesamt leicht rückläufige Kriminalitätsstatistik beruft und die Sorgen der Bürger einfach ignoriert, wird dieses Problem auch nicht lösen können oder wollen. Das Sicherheitsgefühl lässt sich nicht mit Hinweis auf die Kriminalstatistik ‚verordnen‘, sondern nur durch konsequentes Handeln der Sicherheitsorgane und Justiz wiederherstellen. Daher muss eine Nulltoleranzstrategie gegenüber Straftätern umgehend umgesetzt werden.“

Vermeintlicher Rückgang der Kriminalität in Sachsen-Anhalt – AfD: Stahlknechts Verlautbarungen sind bewusste Fehlinterpretation des Polizeimangels

Artikel vom: 20.03.2018

Die Zahl der in Sachsen-Anhalt begangenen Straftaten ist auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. So lautet das Ergebnis der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2017, die heute durch CDU-Innenminister Holger Stahlknecht vorgestellt wurde. Als Hauptgrund für den vermeintlichen Kriminalitätsrückgang wurde die „polizeiliche Präsenz in der Fläche“ genannt.

 

Der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Hagen Kohl, nennt diese Aussage „eine bewusste Fehlinterpretation der realen Gegebenheiten“. Kohl sagte weiter: „Dass ein statistischer Rückgang der Kriminalität zu verzeichnen ist, liegt in der Tatsache begründet, dass in Sachsen-Anhalt der Personalbestand der Polizei seit Jahren rückläufig ist. Der vermeintliche Kriminalitätsrückgang ist also mit der fehlenden ‚Polizeipräsenz in der Fläche‘ zu erklären. Es fehlt schlichtweg an Personal, sodass immer weniger Straftaten angezeigt, verfolgt und ermittelt werden, die somit einfach im Dunkelfeld verschwinden. Dieser Trend wird solange anhalten, wie der Personalbestand rückläufig ist. Diese Statistik ist Ausdruck einer verfehlten Personalpolitik der Landesregierung. Die Schere zwischen den erfassten Fallzahlen und der tatsächlichen Kriminalität geht nämlich weiter auseinander.“

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