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Die Mehrkosten der neuen Energien für Verbraucher überschreiten jedes Maß

Artikel vom: 24.01.2017

Das Nettonetzentgeld stellt, mit 20,0 Prozent Anteil am Strompreis, das klassische Paradebeispiel dafür dar, welche Folgen es hat, wenn Experten warnen, Politiker dies ignorieren, munter mit Steuergeldern hantieren, weit über das erträgliche Ziel hinausschießen, um anschließend den Steuerzahler die Rechnung zu präsentieren. Das heißt, selbst wenn Windkraftanlagen abgeschaltet sind, wird den Betreibern eine Entschädigung gezahlt, wie es im Erneuerbare Energiengesetz (EEG) vorgesehen ist. Zudem müssen die Netzbetreiber regelmäßig regulierend eingreifen, um die Überströme und Bedarfslücken des diskontinuierlich produzierten Windstromes über entferntere Abnehmer oder andere Energieerzeuger auszugleichen.

„Diese Problemlage war natürlich lange bekannt, bevor der mit Steuergeldern subventionierte Bauboom von Windkraftanlagen einsetzte. Und in Sachsen-Anhalt wird dieser Wahnsinn noch weiter auf die Spitze getrieben“, führt Lydia Funke, umweltpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt aus, „denn mittlerweile soll unser Bundesland überzähligen Windstrom, nach Bayern via Thüringen liefern“. Die Baukosten für die Stromleitungen werden von den Netzbetreibern getragen und diese geben sie an die Stromkunden in Sachsen-Anhalt weiter. Eine Änderung dieser Misere ist nicht in Sicht. Denn wenn Herr Seehofer vollmundig bestimmt, dass in Bayern die Stromtrassen im Erdboden verlaufen, was in Sachsen-Anhalt als zu teuer gilt, dann ist Herrn Haseloffs Bittbrief für Solidarität bei den Netzausbaukosten, an die Kanzlerin, ein mehr als hilfloser Korrekturversuch.

„Und es geht noch weiter“, so Funke, „denn 2016 hat die Landesregierung beschlossen: nun endlich in das Repowering der Altanlagen einzusteigen, um noch mehr und effizienter Windstrom zu erzeugen. Doch Repowering hat seine Tücken und ist an Windvorranggebiete gebunden, die bereits voller Windkraftanlagen stehen. Also Augen zu und weiter neue Windkraftanlagen bauen, so wie im Burgenlandkreis“. Hier stehen laut Landratsamt bereits 378 Windkraftanlagen – immerhin 12,5 % aller WKA von Sachsen-Anhalt – die eine Gesamtleistung von 556,5 Megawatt produzieren. Weitere 14 WEAs sind bereits genehmigt.

Bei dieser Vorgehensweise wird die von der Politik verbal regelmäßig bekundete „Bürgerbeteiligung“ in der Praxis aber eher als Überraschungscoup betrieben. „So wurde den Bürgern in Aga bei Gera auf einer Informationsveranstaltung ein Windpark präsentiert, für den im Regionalen Entwicklungsplan noch kein Windvorranggebiet beschlossen wurde. Die Bedenken der Bürger – vor allem zur Gesundheitsgefährdung von Lärm und Infraschall – wurden, wie immer überspielt und als harmlos abgetan“, sagt sie. Tatsächlich wirkt Infraschall – ebenso wie Lärm – vor allem langfristig als Stressgröße auf biologische Systeme ein. Somit können Gesundheitsschäden zum Teil erst nach Jahren eintreten, aber dann stehen die Windkraftanlagen, niemand ist verantwortlich und alle haben die üblichen Erinnerungslücken für eine früher garantierte Unbedenklichkeit. 

Die AfD-Fraktionen in Sachsen-Anhalt und Thüringen werden die Bürgerinitiative „Gegenwind-Aga“ unterstützen, um ihre Einwände gegen die geplanten Windkraftanlagen in Aga vorzubringen.

 

Erneuerbare Energien im Burgenlandkreis: Millionen Euro für Phantomstrom – Quelle: http://www.mz-web.de/25561022 ©2017

Goitzsche-Wildnis: Vor-Ort-Begehung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Artikel vom: 21.11.2016

Abgeordnete und Fachreferenten der AfD-Landtagsfraktion waren am 2. November 2016 zur Vor-Ort-Begehung am Goitzsche-See. Sie verschafften sich einen Überblick über die Natur und die neuen baulichen Entwicklungen an den Uferzonen. Die AfD-Abgeordnete Sarah Sauermann hatte in ihrer Kleinen Anfrage (KA 7/214) zur (Bau-)Sicherheit am Goitzsche-See speziell das Vorhaben Schlossterrassen nachgefragt. Dort in der Gemeinde Muldestausee, Ortsteil Pouch, entsteht ein Baugebiet mit etwa 60 Häusern und Wohnungen. Laut Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom 26. Oktober 2015 soll es auf bis zu 110 Wohneinheiten und Ferienwohnungen erweitert werden.

Aufgrund der Hochwasser von 2002 und 2013 sowie einer Fülle von Baumaßnahmen um und auf dem Goitzsche-See stellen sich für die Abgeordnete Sauermann Fragen nach aktuellen Einschätzungen von Gefährdungspotentialen sowie zu den dazugehörigen Schutzkonzepten, und auch der Hochwasserschutz ist am Goitzsche-See von größerer Bedeutung. Diese Fragen legte Sarah Sauermann in der Kleinen Anfrage (KA 7/215) der Landesregierung vor.

So fragte die Abgeordnete, ob die Standsicherheit der Böschung am Goitzsche-See und speziell im Baugebiet Schlossterrassen gegeben ist und ob beim Goitzsche-See ein ähnliches Ereignis wie in Nachterstedt am 18. Juli 2009 ausgeschlossen werden kann. Zu den Fragen der Abgeordneten und den Antworten der Landesregierung:

http://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp7/drs/d0453aak.pdf

http://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp7/drs/d0487aak.pdf

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