AfD fordert bessere Präventionsmaßnahmen gegen sexuelle Übergriffe an Kindern

geschrieben am: 05.04.2018 in Kategorie(n): Pressemitteilung

Auf Antrag der AfD hat sich der Sozialausschuss in seiner gestrigen Sitzung mit der Arbeit des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“ befasst. Das Netzwerk beabsichtigt präventive Therapieangebote für Menschen bereitzustellen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, um sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche zu verhindern. Als Ergebnis des gestrigen Fachgesprächs hat Sozialministerin Grimm-Benne angekündigt, die Errichtung einer Beratungsstelle in Sachsen-Anhalt zu prüfen.

Dazu erklärte Ulrich Siegmund, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt: „Unter dem sexuellen Missbrauch im Kindesalter leiden die Betroffenen zumeist ein Leben lang. Derart traumatische Erlebnisse zerstören Körper und Seele und prägen das gesamte Leben. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Opfer von Kindesmissbrauch deutlich häufiger unter psychischen Erkrankungen leiden und deutlich öfter in kriminelle Milieus abrutschen. Die daraus resultierenden Kosten für das Gesundheitswesen sind immens. Jeder in die Gewaltprävention gesteckter Euro entlastet das Gesundheitssystem in der Zukunft um ein Vielfaches. Wir dürfen nicht immer erst handeln, wenn es bereits zu spät ist. “

Hagen Kohl, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, ergänzte: „Prävention, Repression und Strafverfolgung bewahren im Dreiklang die Innere Sicherheit. In diesem Sinne muss rechtsstaatliches Handeln auch genau in dieser Reihenfolge erfolgen. Wenn Opferschutz bereits durch Therapieangebote an potenzielle Täter möglich ist, sollte das unbedingt wahrgenommen werden. Dass das Angebot von den Landesregierungen in der Vergangenheit ignoriert wurde, lässt sich nur durch politisches Desinteresse erklären. Ich erwarte im Hinblick auf den Opferschutz, dass sich die Sozialministerin nun auch für eine Beratungsstelle in Sachsen-Anhalt engagiert.“

Die AfD als Familien- und Kinderschutzpartei wird dieses Thema weiterhin parlamentarisch begleiten.

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